New York … New York

 

Wir blieben noch ein paar Tage in Sandy Hook, vor den Toren von New York, um unsere schon wieder länger gewordene To-Do-Liste abzuarbeiten und die grenzwertigen Eindrücke des Gewitters zu verarbeiten. Am Wochenende war in Sandy Hook ganz schön was los, viele Motor- und Segelboote, Strandbesucher Jetskis und Angelkajaks mit Vollausstattung (mehrere Angelruten, Kescher, Kühlbox, GPS, Elektromotor und, wie kann es anders sein, US-Flagge).

Wir waren beschäftigt mit der Trocknung von Klamotten, dabei wanderten einige Stücke schweren Herzens in den Müll, andere in den Vakuumbeutel. Der defekte Batteriemonitor, für den wir schon Ersatz in Deutschland bestellt hatten, lief plötzlich wieder … vielleicht hatte das Gewitter ihn auch irgendwie verstört, naja, ein Ersatzteil mehr an Bord und 300 € weniger in der Bordkasse. Das Wasserthema verfolgte uns noch eine Weile … als Thomas die Abdeckung der Deckeneinbauleuchte im Bad öffnete, weil sie nicht so hell leuchtete wie sonst, kam ihm ein Schluck Wasser entgegen … wir wollten gar nicht wissen, welche Wege das Meerwasser im Inneren des Bootes genommen hatte. Die meisten Hohlräume sind gar nicht zugänglich, so dass wir darauf setzen mussten, dass sich das Wasser schon irgendwann wieder verflüchtigen würde.

 

 

 

Als Abwechslung zu den schier endlosen Putz- und Waschaktionen, machten wir einen Ausflug mit dem Dinghi zum Strand. Hier lagen sehr viele tote und halbtote Uhrzeitkrebse rum, die uns schon in der Delaware Bay begegnet waren. Jutta klopfte auf den Panzer eines auf dem Rücken liegenden Krebses und tatsächlich bewegte sich das Tier, stellte seinen Schwanz senkrecht und wackelte mit den Lamellen und Beinen. Jutta nahm ihren Mut zusammen, packte sich den armen Krebs und warf ihn wieder ins Meer zurück. Wir klopften noch bei ein paar weiteren Krebsen an, aber die waren alle nicht mehr zu retten (Klick hier für ein Video).

 

 

 

Da unsere frischen Lebensmittel so langsam zur Neige gingen, stand ein Einkauf mal wieder auf dem Programm. In diesem Fall hieß das, Anker auf, ein paar Seemeilen rüber nach Atlantik Highlands segeln, Anker wieder runter, Dinghi ins Wasser, mit dem Dinghi zum Dinghidock im Hafen, zu Fuß mit Rucksäcken zum Supermarkt (1,5 km) … vorbei an der Galerie einer deutschen Künstlerin (was auch immer sie in diese Kleinstadt verschlagen haben mag) und ein paar Boutiquen mit astronomischen Preisen, nach dem Einkauf mit dem Uber zurück zum Hafen, Einkäufe ins Dinghi und danach ins Boot, Anker auf, zurück nach Sandy Hook, Anker wieder runter … halber Tag rum … Einkaufen in Deutschland war einfacher, aber immerhin ist das Angebot super und die Preise für Lebensmittel sind o.k. Das haben wir die letzten Monate auch schon anders erlebt.

 

Wieder zurück an unserem idyllischen Ankerplatz, rückte Johannas Besuch näher, was hieß, Boot umräumen, damit die Vorschiffskabine frei wird, Putzen, Betten beziehen …

 

 

 

Bei unserem Sorgenkind, nicht unserer Tochter, sondern dem Generator, trat das nächste Problem auf … nicht, dass wir ihn gerade mit viel Aufwand wieder zum Laufen gebracht hatten … er lief, aber er spritzte Salzwasser in den Motorraum, was gar nicht gut war, denn hier würde alles Mögliche unkontrolliert rosten und Schaden nehmen. Die Stimmung war auf dem Tiefpunkt, „unter Null“, wie unsere Freundin Sabine sagen würde. Dies ist der Moment, wo man sich fragt: „Warum bin ich eigentlich nicht zu Hause geblieben? Da kommt der Strom einfach aus der Steckdose!“

Thomas stellte fest, dass es mit 95% tiger Sicherheit die Kühlwasserpumpe sein musste, prima … gefühlt das einzige Teil, das wir noch nicht getauscht hatten. Was nun? Für eine Bestellung zu Johanna , die in ein paar Tagen bei uns sein würde, reichte die Zeit nicht mehr. Thomas fand die Pumpe auf Amazon USA, wir nahmen Kontakt auf zur einzigen Stützpunktleiterin des Transocean Vereins an der Ostküste (New York), Maike, und fragten sie, ob wir das Ersatzteil zu ihr nach Hause liefern lassen durften. Maike sagte: „Na klar, kein Problem.“ Bingo … jetzt mussten wir nur noch eine Möglichkeit finden, das Ding abzuholen. Maike sagte: „Port Washington, kein Problem, da können wir uns treffen“ … großartig, Problem schon fast gelöst und wieder ein paar hundert Euro weniger in der Bordkasse.

Wir verließen den Ankerplatz in Sandy Hook und machten uns auf den Weg nach Sheepshead Bay, wo wir eine Boje für 2 Nächte reserviert hatten, es gab nur eine für unsere Bootsgröße, um Johanna an Bord zu nehmen. Sheepshead Bay liegt in erreichbarer Nähe zum Flughafen JFK und gehört zu Brooklyn … einziges Problem: die Einfahrt zum Bojenfeld ist ziiiemlich flach und für uns nur bei Hochwasser zu passieren. Wir waren also pünktlich zum hohen Wasserstand dort und hatten noch eine Handbreit Wasser unterm Kiel und ein paar Schweißperlen auf der Stirn, alles gut so weit. Über Funk teilte man uns die Nummer der Boje mit, wir sollten den Mann im Wassertaxi fragen, der im Bojenfeld rumfuhr … o.k. Daniel hatte aber keinen Plan, das Feld war super eng, Thomas hätte fast ein kleines Boot versenkt und wir waren etwas gestresst. „Nehmt doch einfach diese Boje hier … ach die hat keine Leine … hhhmmm … dann die andere. Endlich fest an der Boje, stellte sich heraus, es ist die Falsche, Daniel hatte inzwischen herausgefunden, welche die richtige ist. O.K. Leinen los und hinter Daniel her … ach an der Boje liegt ein anderes Boot, dann noch ein paar Kreise drehen und endlich ankommen … das sind dann mal mindestens 2 Anlegeschnäpse.

 

 

Wenig später fuhren wir mit Daniel und dem Wassertaxi an Land zum Einkaufen mit 2 Rucksäcken und zur Laundry mit 2 Taschen Wäsche, das Ganze wieder mit dem Uber. Thomas nutzte die Wartezeit im Waschsalon für einen Besuch beim Friseur … die Langfahrermatte musste mal wieder ab.

 

Am darauffolgenden Nachmittag sollte Johanna, unsere Tochter, ankommen. Vormittags gingen wir noch einmal einkaufen zu Aldi für ein paar frische Sachen, kochten ein bisschen und räumten noch eine kleine Runde auf. Gegen 16.00 Uhr war sie endlich da und die Freude ist riesig … wir hatten uns seit Januar, seit Panama, nicht gesehen. 10 gemeinsame Tage lagen vor uns, zwei Geburtstage und der dritte Besuch in New York City. Beim ersten Mal war Johanna 1 Jahr alt, beim zweiten Mal 18 und nun würde sie 30 werden in

dieser tollen Stadt. Wir quatschten, aßen und tranken ein Bier oder zwei.

 

 

 

Am nächsten Tag, Juttas Geburtstag, ging´s nach einem späten Frühstück, wieder bei Hochwasser, raus aus der Sheepshead Bay. Es ging an der Südküste Brooklyns entlang, an Coney Island vorbei, unter der Verrazzano-Narrows Bridge durch und die Upper Bay rauf. Dann kam Manhattan und Miss Liberty in Sicht. Wir hielten die Luft an, die Tränen kamen später, denn es gab viel Schiffsverkehr und wir mussten unseren Weg durch die ganzen Fähren, Frachtschiffe, Ausflugsboote und Sportboote finden. Ziel für die Nacht war ein Ankerplatz hinter der Freiheitsstatue. Wir hatten ein bisschen Sorge, dass es voll sein könnte, denn es war Wochenende und wir hatten uns schon einen Plan B überlegt, falls wir keinen Platz finden sollten. Es waren aber nur 3 weitere Boote außer uns dort und es gab jede Menge Platz zum Ankern (Klick hier für ein Video). Endlich angekommen, auf eigenem Kiel, dieses großartige Erlebnis zu dritt … ein tolleres Geburtstagsgeschenk ist kaum vorstellbar!

 

 

Wir machten alle noch ein Nickerchen, denn abends würde es spät werden, wollten wir doch die Skyline bei Nacht genießen. Irgendwann in der Dämmerung stellten die Ausflugsboote den Verkehr ein und wir hatten Miss Liberty bei einem Glas Sekt für uns allein. Wir bestaunten die Skyline Manhattans bei Nacht, machten unzählige Fotos, bis uns die Augen zufielen. Für den Sonnenaufgang hatten wir uns den Wecker gestellt, um Fotos zu machen und gingen anschließend noch eine Runde schlafen. Gegen Mittag verabschiedeten wir uns von Miss Liberty, gingen Anker auf, denn wir wollten den East River rauffahren, denn ab mittags war die starke Strömung mit uns.

 

 

 

Wir fuhren also unter der Brooklyn Bridge, der Manhattan Bridge und der Williamsburg Bridge durch, eine tolle Perspektive so vom Wasser aus, zogen kurz den Kopf ein, denn kurz vor Roosevelt Island startete ein Wasserflugzeug auf dem East River und flog über unsere Köpfe hinweg (Klick hier für ein Video). An Roosevelt Island muss man unbedingt links vorbeifahren, sonst bleibt man an einer Brücke hängen, die zu niedrig ist. Wir passierten Hells Gate, das seinem Namen alle Ehre machte, denn es gab wilde Strömungen und Wellen, wie aus dem Nichts und Thomas war froh, als wir durch waren.

 

Wir folgten dem Fluss vorbei an einem Gefängnisschiff, das schon ein paar Jahre nicht mehr in Betrieb war, wie Google uns erklärte. Wir passierten noch ein paar Brücken, den Flughafen JFK und landeten schließlich in einer der ersten Buchten von Long Island, Port Washington. Hier gibt es ein Bojenfeld, wo keine Reservierung möglich ist (schwierig für uns, die wir gerne alles vorweg planen) und von wo es eine gute Anbindung an New York City gibt. Wir fanden eine freie Boje, auch ohne Reservierung, und Anlegen an der Boje war mit Johannas Hilfe total easy. Port Washington ist, trotz der Nähe zum BIG APPLE sehr ruhig, friedlich und gelassen. Es gibt ein Wassertaxi, dass im Preis von 35 $ pro Nacht für die Boje inbegriffen ist … sehr praktisch.

 

 

 

Am nächsten Morgen, Tag 1, nahmen wir das Wassertaxi zum Town Dock, gingen 25 Min zu Fuß zum Bahnhof und stiegen in den Zug nach Manhattan Penn Station, der etwa 45 Minuten unterwegs war. Nach einem sehr leckeren Bagel buchten wir ein 2-Tages-Ticket für einen Hopp on-Hopp off Bus und entschieden uns für die Downtown Tour. Es war sehr heiß auf der oberen Etage des Busses und wir würden am nächsten Tag unbedingt eine Kappe mitnehmen müssen und uns besser eincremen.

Wir stiegen am Pier 62 aus, denn wir wollten uns die HIGH LINE anschauen, eine stillgelegte Hochbahnlinie in 8m Höhe, die in einen Hochpark umgewandelt wurde, wunderschön bepflanzt und mit tollen Ausblicken auf die Stadt und den Hudson River. Danach machten wir noch einen Abstecher zu LITTLE ISLAND, einer Art schwebenden Insel im Hudson River aus Betonpfeilern, auf einen Kaffee.

So ein Tag in der Großstadt bei hohen Temperaturen ist ganz schön anstrengend und am Spätnachmittag machten wir uns langsam auf den Rückweg … Subway … Zug nach Port Washington … Fußweg … Wassertaxi … platt! Abends kam ein Segelboot bei uns an der Boje vorbei, „Ah … ihr seid Deutsche“, wir plauderten ein bisschen, tauschten Telefonnummern, was etwas schwierig war über das Wasser hinweg und verabredeten uns mit der Crew, Alex, Deutscher, Diane seine amerikanische Frau und Tochter Ali für die nächsten Tage.

 

 

 

An Tag 2 nahmen wir die Uptown Tour mit dem Time Square, dem Central Park, waren in Chinatown zum Essen (der Tipp eines vietnamesischen Kollegen Johannas). Klick hier für ein Video.

Auf dem Rückweg mit dem Wassertaxi zum Boot waren noch andere Gäste an Bord, die uns völlig entgeistert anstarrten, als wir auf unser Boot kletterten und fragten: „You sleep there?“ „Yes, of course!“ „You came all the way from Germany?“  Es löst immer wieder unverständliches Kopfschütteln aus, wenn wir erzählen, dass wir mit dem Boot hergekommen sind.

 

 

Tag 3 verbrachten wir in Port Washington mit ein paar Erledigungen (Bestellung eines neuen Flaggenstockes) und Einkäufen. Wir trafen uns mit Maike, der Stützpunktleiterin des Transoceanvereins, die den Besuch in Port Washington mit einem Ausflug mit ihren Kindern verband. Sie brachte uns die Pumpe für den Generator mit, die wir zu ihr schicken lassen hatten und das war grandios für uns. Wir plauderten ein bisschen, Maike kam ursprünglich aus Bielefeld und lebte schon viele Jahre auf Long Island … ein Glücksfall für uns … nochmals ein dickes Dankeschön an Maike! Abends waren wir mit Alex und Diane auf der Terrasse ihres Segelclubs verabredet auf einen Rosé und selbstgemachte American Pizza … ein sehr schöner und interessanter Abend mit vielen Geschichten und Einblicken in das Leben des jeweils anderen. Alex hatte 9/11 ziemlich hautnah in einem Nachbargebäude erlebt und das macht es schon sehr viel weniger abstrakt. Wir bekamen noch eine Stadtrundfahrt mit dem Auto, einem Volvo, (in der New Yorker Gegend sahen wir sicher ein Drittel europäische Autos, Mercedes und BMW, ein Drittel asiatische und das restliche Drittel amerikanische) und eine kleine Führung durch ihr wunderschönes Haus. Mit dem letzten Wassertaxi ging es zurück zu Jobber … ein sehr schöner Abend mit dem Gefühl, sich schon viel länger zu kennen, als nur ein paar Stunden.

 

 

 

Für Tag 4 hatten wir einen Besuch im SUMMIT One Vanderbilt gebucht, die neue Generation von Aussichtplattform und Kunstinstallation. Zunächst aber kamen wir in der GRAND CENTRAL STATION an, die wir uns genauer ansehen wollten. Dieses zeitlos schöne Gebäude von 1913 ist immer wieder imponierend und hat mit seinen 67 Gleisen die meisten weltweit, deshalb dauert es auch eine ganze Weile, bis wir die große Eingangshalle gefunden hatten.

 

Für das SUMMIT hatten wir einen Zeitslot um 13.00 Uhr, was aber nicht hieß, dass wir nicht fast eine Stunde Wartezeit hatten, bis wir auf der Plattform ankamen. Man tritt aus dem Aufzug und ist geflasht. Weil alles spiegelte, musste man sich erstmal orientieren … wo ist Boden, Wand und Fenster … wenn man das geschafft hatte, war es fantastisch. Man hat einen 360 Grad Rundumblick auf die Stadt, das Empire State Building, das Chrysler Building, den Central Park, East- und Hudson River auf drei Ebenen inkl. einer Installation mit

spiegelnden Luftballons … irgendwie unwirklich (Klick hier für ein Video). Nach über 2 Stunden im Summit und den vielen Eindrücken, brauchten wir eine Auszeit für die Augen, kauften uns einen Kaffee im nahegelegenen Bryant Park und starrten eine Stunde ins Grüne. Das war genug für den Tag und wir freuten und auf ein kühles Bier im Cockpit bei leichtem Geschaukel und einem schönen Sonnenuntergang.

 

 

 

Für die Nacht von Freitag auf Samstag hatten wir eine Übernachtung im Hotel in Queens gebucht, denn wir wollten Manhattan bei Nacht erleben, in Johannas Geburtstag reinfeiern und das letzte Wassertaxi zu unserem Boot wäre um 22.00 Uhr gefahren, daher der Plan mit der Übernachtung. Wir machten uns auf den Weg in die Stadt mit Minimalgepäck und fuhren zunächst zur neuen S-Bahnstation World Trade Center Cortlandt, ein absolut futuristisches Gebilde, sehr spannend für unsere Bauingenieur-Tochter. Wir bestaunten das „Raumschiff“ zunächst von außen und fragten uns, wie man es geschafft hatte, ein Gebilde, bestehend aus so riesigen Bauteilen, mitten in einer so pulsierenden Stadt zu errichten, ohne die halbe Stadt lahmzulegen. Innen war die Station ebenso atemberaubend und wir machten wieder mal 1001 Foto.

Irgendwann nachmittags begann unser Zeitfenster für das 9/11 Museum ganz in der Nähe und wir begaben uns unter die Erde. Das Museum befindet sich im Bereich der unterirdischen Stockwerke der ehemaligen Twintower. Wir bewegten sich um noch bestehende Strukturen, Fundamente und Fluchttreppen herum und konnten die Kontur der beiden Türme über unseren Köpfen nachvollziehen. Es gab Fotos jedes einzelnen der 2977 Todesopfer und eine sehr anschauliche Darstellung der Ereignisse vom 11. September 2001 in New York, in den gekidnappten Flugzeugen und im Pentagon, die sehr unter die Haut ging. Man steht immer noch fassungslos da und kann nicht glauben, was man sieht, auch nach so langer Zeit … das lässt sich schwer in Worte fassen. Wir hatten 80 % der Ausstellung gesehen, als man uns um 19.00 Uhr aus dem Museum komplementierte und diskutierten noch lange über das Erlebte. Wir schauten uns noch das Memorial an, die Fußabdrücke der Tower … großartig und sehr respektvoll gemacht.

 

 

Nach einer American Pizza auf einer Bank vor dem „Raumschiff“ machten wir uns auf den Weg zum Time Square, wo wir uns bis Mitternacht ins Getümmel stürzten (Klick hier für ein Video). Ein 30 ster Geburtstag am Time Square ist wohl auch ein unvergessliches Erlebnis für uns alle Drei und wir waren sehr glücklich, ihn zusammen verbringen zu können. Müde und ein bisschen überdreht fielen wir in den frühen Morgenstunden im Hotel ins Bett.

 

 

 

Für Johannas Geburtstag hatten wir eine Shoppingtour in SOHO geplant … da war Thomas raus! Er fuhr zu Jobber zurück, kümmerte sich um unser Sorgenkind, den Generator und Jutta um das Geburtstagskind … deutlich angenehmer! Wir waren in angesagten Läden, die es in Deutschland nicht gibt, vorbei an endlosen Mädchenschlangen, die völlig aufgelöst vor einem Laden warteten, in dem man irgendwelche Schauspielerinnen treffen konnte … völlig schräg, vorbei an einer Hip-Hop-Party auf einer gesperrten Straße mit Marihuanawolke … ein toller Tag in SOHO, das schon eine besondere Atmosphäre hatte.

Kurz vor Sonnenuntergang waren wir zurück auf Jobber, schraubten noch ein bisschen an der Kühlwasserpumpe rum und ließen den Geburtstag bei einem Glitzersekt ausklingen.

 

Auf dem Plan für den vorletzten Tag von Johannas Besuch stand eine Tour durch die Second Hand Läden New Yorks … da wollte Thomas auch auf gar keinen Fall mit. Wir hatten uns einiges vorgenommen, waren aber nur in zwei Läden, weil die so ein großes und tolles Angebot hatten, das die Zeit verging wie nix. Mit toller Ausbeute für wenig Dollars waren wir irgendwann wieder zurück auf dem Boot. Der Generator lief wieder und alle waren zufrieden, bis auf die Tatsache, dass dies schon unser letzter Abend sein sollte. Wo war die Zeit geblieben?

 

 

 

Johannas Flug ging am nächsten Tag um 18 Uhr irgendwas, es war also nicht zu stressig, genug Zeit zum Frühstücken, Packen, Fotos tauschen und uns versichern, dass die Zeit, bis wir uns wieder sehen, ja diesmal nicht so lang sein würde. Dann kam das Wassertaxi, das Uber zum Flughafen wieder mal ein Abschied, der trotzdem einfach traurig war … wir hatten so eine schöne Zeit zusammen!

 

Wir hatten noch ein paar Erledigungen auf dem Zettel, checkten das Wetter und planten unsere weiteren Etappen … am nächsten Tag noch ein Besuch im Waschsalon und mittags machten wir die Leinen der Boje los und tuckerten an Long Island entlang Richtung Norden, die Skyline von Big Apple noch in Sichtweite. Den August wollen wir in Maine verbringen und bis dahin ist es noch ein ganzes Stück.

 

 

 

Hier unsere Route der letzten zwei Wochen von Sandy Hook nach Port Washington:

 

 

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Kommentare: 6
  • #1

    Ellen (Donnerstag, 07 August 2025 21:10)

    Einfach genial und wie immer so toll geschrieben �.
    Ich wünsche Euch weiterhin tolle Erlebnisse.

  • #2

    Gudrun (Freitag, 08 August 2025 13:53)

    Wow! Die ganze Familie im Großstadt-Dschungel & dann auch noch Doppel-Geburtstage feiern - wunderbar. Danke fürs mitnehmen �

  • #3

    Totti (Freitag, 08 August 2025 17:12)

    Nach dem Hecke schneiden und Rasen mähen habe ich gerade in der Badewanne euren Bericht genossen - großartig

  • #4

    Emmett (Sonntag, 24 August 2025 00:28)

    This is a great and very enjoyable blog entry.

  • #5

    Richard (Mittwoch, 27 August 2025 06:59)

    Hi Jutta und Thomas, es macht viel Spass und Freude, Eure Berichte zu lesen. Ganz besonders den ueber New York, vor dessen Toren (d.h. New Jersey) ich auch einige Zeit leben durfte. Macht's gut. Viele Gruesse aus Beijing, Richard

  • #6

    Irene (Mittwoch, 10 September 2025 13:47)

    Was für ein spannender, mit super Fotos bebildeter Bericht, danke vielmals. Den Mutigen (und Aktiven) gehört die Welt!